ZLW025: Fußballkulturpessimismus

In der ersten Folge im Jahr ist Ulf wieder mit dabei, so dass wir endlich über den Trainerwechsel beim SV Werder Bremen reden können. Zu Bayern und dem BVB gibt es nur Kleinigkeiten, dafür sprechen wir kurz über die Lage in Mainz und in Freiburg. Über die WM-Auslosung schlagen wir am Ende noch einen kulturpessimistischen Bogen zu Korruption und Doping im Fußball.

Heute mit dabei:

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6 Gedanken zu „ZLW025: Fußballkulturpessimismus

  1. Hall ist in Hallo, doch im Podcast nirgendwo!
    🙂

    Ernsthaft, der Ton war diesmal bei allen auf der gleichen Stärke und einzig der eine oder andere Aussetzer störte das somit fast perfekte Gesamtbild.

    Rasenfunk hatte Doping vor einiger Zeit auch auf dem Radar, als Tribünengespräch meine ich, da war auch Freiburg ein Thema, die eben doch nicht in allem der perfekte Grün-Romantische-Alternativklub sind, als der Freiburg mancherorten gilt.
    Ich glaube ein ganz prominenter damaliger Dopingwissenschaftler war ein Freiburger Professor Klümper, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt.
    Da gab es eine ganze Anzahl Medeinbeiträge über den, wo er relativ offen spricht, aus einer Zeit, in der Doping noch nicht die gesellschaftliche Ächtung erfahren hat, wie heute.

    Naja, tatsächlich erwartet heute niemand mehr, das nicht “geschummelt” wird, was die Skandaltauglichkeit solcher Aufdeckungsrecherchen reichlich mindert und ganz bestimmt wird im Fussball mit Leistugnssteigernden Substanzen gearbeitet.
    Doping ist es nur, wenn es illegal ist, oder man erwischt wird – Messi ist jetzt ein Beispiel für einen legal gedopten Spieler, oder Asthmamittel, wobei Leistungssportler wegen der Lungenbelastung eben tatsächlich noch anfälliger für asthmatische Symptome sind, als der Durchschnittsbürger.
    Schmerzmitteldoping dürfte völlig üblich im Fussball sein, aber wohl nicht strafwürdig..
    Wo fängt Doping an – wo hört es auf?

    In dem Sinne – volle Stimme!

  2. So, hier der obligatorische Kommentar zu Mainz 😀
    Ich finde die Stimmung im Stadium hat sich im Vergleich zu letztem Jahr doch verbessert. Seit Mainz irgendwann letzte Saison doch im Abstiegskampf war, ist doch dem einen oder anderen Fan klar geworden, es geht doch noch um etwas. Vielleicht ist es für die Stimmung im Stadion sogar besser im Abstiegskampf zu sein als tatsächlich als graue Maus auf Platz 10 rumzukrebsen.
    Sehenswert meiner Meinung nach ist die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bremen. Da gab´s dann auch mal ´ne Wutrede von Schwarz zu der schlechten Stimmung im Umfeld. Ich stimme ihm da total zu: https://www.youtube.com/watch?v=IUXAuUexP0M&t=1s
    Ist doch egal, ob der Hype Bundesliga verfliegt und nur noch drei Heimspiele pro Saison ausverkauft sind. Hauptsache ist, dass die, die da sind – ganz egal, ob das 20.000 oder 30.000 sind – für Stimmung sorgen und ich habe den Eindruck, dass das auch passiert.

    LG wieder von Stefan 🙂

    1. Hm, ich bin zu selten im Stadion, um die Stimmung wirklich einordnen zu können. Nach meinem Gefühl war sie früher (im Bruchweg, aber auch unmittelbar nach dem Umzug) besser als in den letzten paar Jahrenn. Stimmung kam eigentlich nur auf, wenn Mainz geführt hat, ansonsten war wenig los. Aber wie gesagt, meien Eindrücke waren auch einzelfallgeprägt. Allgemein zum Thema interessant:
      https://merkurist.de/mainz/fussball-bundesliga-so-kaempft-mainz-05-gegen-die-sinkenden-zuschauerzahlen_xj6

      1. Sehr interessanter Artikel, vor allem einerseits der Gewöhnungseffekt und andererseits, dass, wie ein kritischer Kommentar einbringt, “er keinen Spieler mehr kennt”. Viele vermissen einfach die fußballerisch relativ limitierten Sympathieträger wie Noveski, Wetklo oder Soto. Die waren einfach Publikumslieblinge und wenn es diese irgendwann aus Altersgründen nicht mehr gibt und manche Spieler nur wenige Jahre bei Mainz bleiben, dann ist es schwer richtige Identifikationsfiguren zu etablieren. Ein Muto oder ein Diallo oder Zentner sind schon nette Leute, aber sind das wirklich typische Meenzer? Vielleicht wenn sie noch 5 Jahre bleiben 😀

  3. Ich mach mir um Mainz allergrößte Sorgen!

    Ich fürchte, das Mainz sich selbst nicht mehr kennt und seine Erfolgsnische sucht, aber nicht findet, nachdem man die damalige Nische, damals unter Heidel, verlassen hat.
    Die Verpflichtung von Adler, verletzungsanfällig und sehr wahrscheinlich teuer im Gehalt.
    Der ausgesprochene Versuch anspruchsvolle Spielkultur, die anspruchsvolles Trainingszeit und Qualitätsspieler voraussetzt, wenn man nicht das Model Fahrstuhlmannschaft Freiburg fahren will, gegen den ständigen Verlust ebendieser Qualitätsspieler schon nach nur wenigen Monaten Schaufenstererfolgen zu etablieren, anstelle unempfindlichen Underdogfussball zu spielen.
    Die Verpflichtung von NDJ, alt, ohne Leistungsnachweis, Transferlotterie/Führgunsspielerlotterie mit geringen Chancen, verlorenes Geld, verlorenen Spielzeit.
    Überhaupt die Unruhe um den Verein, unerfüllbarer Ansprüche selbst im Verein und nicht nur von aussen.

    Mainz muß sich hurtig selbst finden und seine Erfolgsnische ergründen!

    1. Wichtig ist vor allem, dass die Führungskrise (wenn man sie als solche bezeichnen will) beendet wird, hoffentlich kehrt da nach der Präsidentschaftswahl ein wenig Ruhe und Konstanz ein, damit man sich wieder auf sportliche Dinge konzentrieren kann, und eben auf die Entwicklung einer langfristigen und nachhaltigen Vereinsstrategie. Aktuell muss auf sportlicher Seite als einziges Ziel der Klassenerhalt stehen, dafür kann die Verpflichtung von de Jong hilfreich sein. Wir sind gespannt und werden das weiter beobachten.

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